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Flasche der Domaine de la Romanée-Conti aus Vosne-Romanée

Flasche der Domaine de la Romanée-Conti aus Vosne-Romanée · Bild: Thomas Winterstetter

Der Einzellagen roter Faden

Martin Teschs Rieslinge im Wandel der Jahrgänge

Im vergangenen Jahr stellte uns Martin Tesch erstmals seine trockenen Lagenrieslinge vor. Die 2017er präsentierten sich ungemein saftig, mit einer vitalen Säure und beeindruckender mineralischen Tiefe. Jede Lage spiegelte sich im Wein so wider, dass eine deutliche und nachvollziehbare Abgrenzung der verschiedenen Herkünfte untereinander möglich war. An die Spitze setze sich in unserer Verkostung der Riesling aus der Laubenheimer Karthäuser, gefolgt von seinem Pendant aus der Laubenheimer Krone. Der Laubenheimer St. Remigiusberg präsentierte sich damals noch sehr verschlossen, zeigte sich aber bei einer Nachverkostung während der ProWein im vergangenen Jahr in deutlich stärkerer Verfassung. Natürlich waren wir neugierig, ob es, über die Jahrgangsgrenzen hinweg, so etwas wie einen „Roten Faden“ gibt, der sich in den Lagenrieslingen jedes Jahr aufs Neue finden lässt.

Hier erwies sich 2018 als die bereits im Vorfeld erwartete harte Nuss: ein heißer, trockener Jahrgang, der die Ausbildung lagentypischer Aromen in den Trauben deutlich erschwerte.

Dennoch konnten wir in unserer Verkostung Parallelen erkennen: Wieder setzten sich die Laubenheimer Einzellagen an die Spitze und zeigten sich erneut insgesamt komplexer und tiefgründiger. Unter den Mitbewerbern aus Langenlonsheim überzeugte 2018 der Debütant aus dem Rothenberg mit am meisten. Nicht so stark wie im Vorjahr sahen wir das Königsschild. Der Offenheit halber müssen wir aber auch einräumen, dass die 2018er auf breiter Front nicht ganz an die 2017er herankommen. Dies war allerdings auch nicht ernsthaft zu erwarten. Dafür war 2017 einfach zu stark, vermutlich auch eines der besten Jahrgänge in Martin Teschs Winzerlaufbahn.

In 2018 spielte der St. Remigiusberg seine individuelle Klasse gegenüber den anderen Einzellagen deutlich aus, zumal er im Gegensatz zum Vorjahr diesmal keineswegs verschlossen wirkte.

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