Thommy Hörner – Hainbachhof: 2012er Sauvignon blanc

Veröffentlicht am 19. September 2013 in der Rubrik »Degustation«

2012er
Sauvignon blanc
A. P. Nr. 5041030 10 13
Thommy Hörner – Hainbachhof, Hochstadt

Helles Graugelb. Sehr präzise Sauvignon-Nase. Eher der gelbfleischige Typ, wie er an der Loire zu finden ist, als von lauten Aromen geprägt, wie sie in Übersee oder in der Steiermark üblich sind. Dennoch gibt es stilistisch durchaus gewisse Anleihen an die grasigeren Sauvignons blancs Neuseelands. Es wäre allerdings abwegig, der Interpretation Thommy Hörrners (die streng genommen natürlich eine Interpretation der lokalen Weinberge ist) deswegen mangelnde Stilsicherheit zu unterstellen. Denn trotz der sich aufdrängenden Vergleiche mit ferneren Weinwelten handelt es sich hier unzweifelhaft um einen Sortenvertreter, der nicht aus einer kommerziellen Motivation heraus so schmecken soll wie ein Großteil der aus dieser phantastischen Rebsorte komponierten Weine weltweit, sondern der vielmehr zeigen darf, was in ihm selbst steckt. Auffallend ist nämlich, dass hier keineswegs auf vordergründige Effekte gesetzt wurde. Das konsequente Ziel, Animation und Trinkfreude in den Vordergrund und Konzentration in den Hintergrund zu stellen, ist mit jedem Schluck erkennbar. Die Aromatik des Weines wirkt nicht überladen, sondern passt gut zu dem eher schlankeren Ansatz mit 12% vol. Alkohol. Saftige Frucht, pikante, aber gut integrierte, Frische spendende natürliche Weinsäure anstelle des in Mode geratenen zugesetzten Kohlendioxids. Wenngleich die Angabe der Geschmacksrichtung auf dem Etikett fehlt, handelt es sich um einen trockenen Wein – und so schmeckt er auch. Sehr gute Länge. Bis 2016.
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