Gault-Millau Weinguide Deutschland: Uli Hoeneß neuer Herausgeber

Veröffentlicht am 1. April 2016 in der Rubrik »Allgemein« | 1 Kommentar

Wie der Münchner Christian-Verlag heute Morgen meldete, tritt Joel B. Payne als Herausgeber des deutschen Gault-Millau Weinguide mit sofortiger Wirkung zurück. Der gebürtige Texaner erklärte hierzu: »Nach über 20 Jahren wird es Zeit, dem Gault-Millau ein neues Gesicht zu geben und den anstehenden personellen Veränderungen sowie der notwendigen Weiterentwicklung nicht im Wege zu stehen.« Eine Rolle für den Rücktritt dürften neben internen Querelen auch die öffentliche Kritik an Paynes geschäftlichen Aktivitäten in der Weinbranche gespielt haben, die nach Meinung vieler Beobachter nicht mit der Funktion des Chefredakteurs eines sich unabhängig gerierenden Weinführers in Einklang zu bringen seien.

Als Nachfolger Paynes präsentierte der Christian-Verlag überraschend den ehemaligen Manager und Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, der erst kürzlich aus der Haft entlassen worden war. »Wir freuen uns, mit Uli Hoeneß eine hochkarätige, über jeden Zweifel erhabene Persönlichkeit als neuen Herausgeber und Chefredakteur vorstellen zu dürfen«, heißt es in der Pressemeldung des Verlags. »Uli Hoeneß hat in seiner bisherigen Karriere jahrelang eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er selbst bei niedrigen Budgetvorgaben große Erfolge erzielen kann. Seine Erfahrung, vor allem in der Finanzwelt, wird uns helfen, den Gault-Millau Weinguide wirtschaftlich zu konsolidieren.«

Uli Hoeneß ergänzte: »Bereits während meines längeren Urlaubs habe ich über Alternativen zu einer Funktion im Fußballsport nachgedacht. Über meinen Bewährungshelfer kam ich dann vor zwei Wochen in Kontakt mit Clemens Schüssler, dem Geschäftsführer des Christian-Verlags. Auf mich wartet eine reizvolle neue Aufgabe, auf die ich mich bereits vorbereite. Erst gestern bei ALDI habe ich wieder eine Flasche Wein gekauft.«

Was Hoeneß beim Gault-Millau ändern will? Hier gibt sich der neue Herausgeber noch recht zugeknöpft, ließ aber durchblicken, den logistischen Aufwand für Weinverkostungen drastisch reduzieren zu wollen. »Wir müssen nicht mehr jeden Wein verkosten. Bei einigen der Verkoster habe ich ohnehin den Eindruck, dass es besser wäre, die Flasche bliebe zu. Wenn ich ein Erdinger Weißbier aufmache, weiß ich, was mich erwartet. Da kann mir keiner erzählen, dass es ausgerechnet beim Wein anders ist. Unsere Verkoster werden ab sofort, um die Zahl der Weineinsendungen auf das Nötigste zu beschränken, die Preislisten noch genauer studieren als bisher. Die VDP-Weingüter bekommen Direktzugriff auf unsere Datenbank, damit sie ihre Bewertungen selbst eintragen können.«

Im Wandel

Veröffentlicht am 18. Dezember 2015 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Seit exakt neun Jahren ist »Werner Elflein | Mein Weintagebuch« inzwischen online und zählt täglich bis zu 2000 Besucher. Das ist für einen Blog, der sich in einer Nische der Weinwelt befindet, aus meiner Sicht ein respektables Ergebnis.

Dennoch: Die Welt, das Internet und auch die Weinszene unterliegen kontinuierlichen Veränderungen. Veränderungen, die mich veranlasst haben, über die Zukunft von »Werner Elflein | Mein Weintagebuch« nachzudenken. Ich habe dabei erkannt, dass ein Parallelbetrieb von Weinblog und des ebenfalls von mir betriebenen, sich auch in einem stetigen Wandel befindlichen Weinverkostungsportals weinfreaks.de auf Dauer nicht zielführend ist.

Zurzeit arbeite ich an einer Neugestaltung des Angebots auf www.weinfreaks.de – eine neue Weindatenbank ist bereits fertiggestellt. Bis zum Relaunch werden aber noch viele Monate vergehen. Ehrgeizige Ziele lassen sich eben nicht über Nacht realisieren. Bis zum »Big Bang« des erneuerten weinfreaks.de-Portals ist »Werner Elflein | Mein Weintagebuch« unter der neuen Webadresse

http://www.weinfreaks.de/werner.elflein-mein.weintagebuch

weiterhin wie gewohnt zu erreichen. Natürlich gibt es hier auch regelmäßig neue Verkostungsnotizen. Mit der Fertigstellung der neuen Website wird der Blog dann in weinfreaks.de integriert werden.

Hochmoselübergang: Phantom Hochmoselbrücke – Kein Stabilitätsnachweis für vier von zehn Pfeilern

Veröffentlicht am 21. August 2014 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Pro-Mosel erwartet finanzielles Desaster und fordert Wirtschaftlichkeits-Nachweis.

Die ersten Pfeiler ragen schon in den Himmel und haben auch den letzten Optimisten davon überzeugt, dass hier eine unverzeihliche Verschandelung der Mosellandschaft im Gange ist. Während seit einigen Wochen eine Diskussion um eine mögliche Verschönerung der Brücke durch die Medien weht, sind die fundamentalen Probleme aus dem Fokus geraten: Der zunehmend fehlende Bedarf, zum Beispiel durch den Sinkflug des Flughafen Hahn, und die ungelöste Rutschhangproblematik. Dennoch wird weitergebaut und eine drohende Kostenexplosion in Kauf genommen. Weiterlesen »

vinotain – die neue Plattform für Weinerlebnisse

Veröffentlicht am 17. Dezember 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Heute geht es ausnahmsweise mal nicht um Wein an sich, sondern die Art, wie wir ihn erleben. Websites für den Vertrieb von Wein im Internet zu finden ist nicht sonderlich schwer. »Doch wie findet man eigentlich ein echtes Weinerlebnis?«, fragten sich die beiden jungen Unternehmer Julian Hoch und Alexander Axthelm. Gemeinsam haben sie vor kurzem die Weinerlebnis-Plattform www.vinotain.de ins Leben gerufen. »Es gibt zehntausende Winzer in Deutschland, und zahlreiche davon stellen nicht nur Wein her, sondern bieten auch fantastische Erlebnisse dazu an. Dies reicht von der kleinen Weinprobe bis hin zum gesamten Arrangement einschließlich Übernachtung, Weinwanderung und Abendessen im Weingut. Leider ist es nicht einfach, diese Angebote zu finden, wenn man nicht sehr genau weiß, wonach man sucht«, erläutert Alexander Axthelm den Hintergrund seiner Idee. Weiterlesen »

Das Moseltal bei Ürzig – Idylle auf Abruf?

Veröffentlicht am 17. Juni 2013 in der Rubrik »Allgemein« | 2 Kommentare

Dank mehrmonatiger Bauverzögerungen blieb das Moseltal bisher von weitreichenderen Veränderung verschont. Auf der westlichen Moselseite bei Ürzig gab es noch keinerlei Arbeiten für die geplanten Pfeiler. Bei diesem Hang handelt es sich um eine tektonische Bruchkante mit urzeitlichen Verwerfungen bis in 400 Meter Tiefe. Dies bringt ein großes Stabilitätsproblem mit sich, was seit langem bekannt ist und selbst von den Planungsbehörden nicht bestritten ist wird. Daher ist abzusehen, dass die Bauarbeiten sich weiter verzögern und die Kosten erheblich steigen werden. Die zuletzt genannten 375 Millionen Euro stellen womöglich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Bausumme dar. Weiterlesen »

Heute: March Against Monsanto

Veröffentlicht am 25. Mai 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Heute, am 25. Mai, findet eine weltweite Protestaktion gegen Monsanto statt. Worum geht es? Es geht um sehr viel, aber weil woanders bereits alles gesagt worden ist, verweise ich gerne auf die folgenden Quellen:

March Against Monsanto

Das Drama der gentechnisch veränderten Baumwolle in Indien

Der stille Tod von Indiens Bauern

Monsanto: Gene für die Welt

Ich selbst werde heute an der Demonstration in Düsseldorf teilnehmen. In Deutschland finden weitere Demonstrationen statt in Berlin, Frankfurt, Krefeld, Leer und Saarbrücken. Eine vollständige Liste aller Events weltweit ist auf march-against-monsanto.com veröffentlicht. Ich wünsche mir, dass sich viele Menschen zu einer Teilnahme an einer der Protestaktionen entschließen.

Hochmoselübergang: Rutschende Weinberge und andere Katastrophen

Veröffentlicht am 1. Mai 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Der Moselsporn gehört zu den instabilsten Bergformationen Deutschlands. Ohne Notwendigkeit wollen Politiker ausgerechnet hier ihren Größenwahn ausleben.

Oft und ausgiebig wurde davor gewarnt, dass das Bergplateau zwischen Bernkastel und Zeltingen mit seinem extrem instabilen Graacher Hang zu sensibel für eine Großbaumaßnahme ist. Kurz vor Ostern gab es im Zusammenhang mit der Verlegung einer Stromleitung eine Hangbewegung, bei der ein Weinberg abgerutscht ist. Eine in der Nähe, zeitgleich mit dem Fernstraßenbau stattfindende Flurbereinigungsmaßnahme musste gestoppt werden. Nun sollen die Ursachen mit Hilfe von Bohruntersuchungen erforscht werden. Weiterlesen »

Hochmoselübergang im geplanten Zeit- und Kostenrahmen nicht realisierbar

Veröffentlicht am 31. Januar 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Während immer noch, 13 Jahre nach Beginn des Planfeststellungsverfahrens, an der Statik für die geplante Hochbrücke gerechnet wird, ziehen die Baufirmen die ersten Konsequenzen und melden schon jetzt eine Bauzeitverlängerung an. Dies gestand das rheinland-pfälzische Infrastrukturministerium auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler Ende 2012 ein. Begründet wird dies mit »der Komplexität des Vorhabens« und der damit verbundenen zeitaufwändigen Erstellung der Statik. Der Antrag der Baufirmen werde nun fachlich und rechtlich geprüft. Damit ist schon jetzt klar, dass die Hochmoselbrücke, entgegen allen bisherigen Behauptungen, nicht bis 2016 gebaut werden kann. Weiterlesen »

Schnupperpraktikum im Traumberuf Winzer

Veröffentlicht am 20. Dezember 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Wer 50 Jahre oder älter ist und einmal einen Blick hinter die Kulissen eines ganz anderen als des erlernten Berufes wagen möchte, dem ermöglicht die NKL zusammen mit vier prominenten Paten vielleicht bald die Erfüllung eines lang gehegten Traumes. Ab sofort kann sich jeder, der dieser Altersgruppe angehört, unter www.nkl.de für eins von vier Schnupperpraktika bewerben. Zum Beispiel bei einem Winzer. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Umdenken nach Beton-Becks Abgang?

Veröffentlicht am 3. Oktober 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Nach 18 langen Regierungsjahren tritt Ministerpräsident Kurt Beck Ende des Jahres von seinen politischen Ämtern zurück. Das bedeutet eine Zäsur für unser Rheinland-Pfalz. »Dass die Gesundheit unseres Ministerpräsidenten unter den Belastungen des Amtes offensichtlich so sehr gelitten hat, bedauern wir aufrichtig«, betont Georg Laska, Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro-Mosel. Zugleich sehen die bei Pro-Mosel zusammenarbeitenden Menschen im Rücktritt von Kurt Beck eine Chance, Fehlplanungen, insbesondere bei den umstrittenen Großprojekten Nürburgring, Hahn, und Hochmoselbrücke B50neu, zu erkennen und zu einem neuen, verantwortungsvollen und transparenten Politikstil zu gelangen. »Insbesondere die Tatsache, dass bald zum ersten Mal eine Frau die Geschicke des Landes maßgeblich bestimmen wird, weckt bei uns Erwartungen und Hoffnungen für eine konstruktive Zusammenarbeit«, so Laska. Weiterlesen »

Ältere Beiträge »

Aktuell


Rubriken


Netzwerke


Schlagwörter


Werbung