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enomatic-Weinschrank in der Vinothek Speltz, Luxemburg

enomatic-Weinschrank in der Vinothek Speltz, Luxemburg · Bild: Thomas Winterstetter

Bewertungen

Die individuellen Wahrnehmungsschwellen einzelner Weininhaltsstoffe sind unter den Teilnehmern einer Weinverkostung oft sehr unterschiedlich ausgeprägt. Daher erscheinen uns ausführliche Weinbeschreibungen zur Mitteilung kollektiver Verkostungsergebnisse prinzipiell ungeeignet.

Auf Basis numerischer Skalen gewonnene Weinbewertungen, aus denen sich statistische Mittelwerte errechnen lassen, täuschen eine Messbarkeit vor, die allein aufgrund mangelnder Reproduzierbarkeit nicht gegeben ist. Bereits die Wahl eines ungeeigneten Mittelwertes kann das Verkostungsergebnis nachteilig beeinflussen. So ist beispielsweise das oft verwendete arithmetische Mittel nicht ausreichend robust gegenüber Ausreißern und führt vor allem bei hoch bewerteten Weinen zu einer Nivellierung des Resultats.

Wir sind uns bewusst, dass die Ermittlung zusammenfassender Weinbewertungen einer inhomogenen Gruppe grundsätzlich mit methodischen Schwierigkeiten behaftet ist. Eine gewisse Orientierung möchten wir unseren Verkostungsteilnehmern und Lesern aber dennoch bieten. Zu diesem Zwecke haben wir uns für folgendes einheitliches Vorgehen entschieden:

Unsere Verkostungen erfolgen grundsätzlich verdeckt. Während der Verkostung trägt jeder Teilnehmer seine Weinbewertungen in den dafür vorgesehenen Bewertungsbogen ein. Hierfür verwenden wir eine 20-Punkte-Skala. Die Bewertungsbögen werden eingesammelt, bevor die Identität der Weine gelüftet wird.

Aus den uns vorliegenden Bewertungsbögen errechnen wir im Anschluss einer Verkostung für jeden Wein den Median (bei gerader Anzahl abgegebener Weinbewertungen den Obermedian).

Die 20-Punkte-Skala entspricht in ihrer Auslegung im Wesentlichen dem Schulnotensystem Frankreichs. 10 beschreibt eine noch ausreichende Leistung, 12 und 13 werden keineswegs als schwache Ergebnisse betrachtet, sondern gelten als zufriedenstellende Bewertungen. 16 entspricht der Note „sehr gut“.

Zwischenschritte (beispielsweise 14,5) sind möglich.

Der Vorteil der 20-Punkte-Skala besteht unter anderem im Fehlen einer psychologischen Grenze, wie es die 90 in der international verbreiteten 100-Punkte-Skala darstellt.

Eine ausführliche Verkostungsstatistik mit den Punkteverteilungen stellen wir ausschließlich den Verkostungsteilnehmern und den involvierten Weinerzeugern zur Verfügung.